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Zweites „Sing Your City Song“ - Finale am 18. Juli in Winnenden

Andi Laiers „Schwoiga“ bestes Lied im 07195 Raum

Vor Brozzo mit „Am beschda bleibsch en Leidabach“ und TON€€MAN („Only A Dream“)

„Auswärtssieg!“,„Auswärtssieg!“ skandierten rund zwei Dutzend schwaikheimer Musikfans nach dem Live-Auftritt Andy Laiers und seiner Band auf der Open-Air-Bühne bei der Winnender Wallstraße. Tatsächlich sollten sie recht behalten: Die Rockballade „Schwoiga“ wurde sowohl vom Publikum als auch der neunköpfigen Jury zum besten Lied des „2. Sing Your City Song“ - Wettbewerbs gekürt. Doch letztlich waren alle Sieger, die an jenem sonnigen Sonntagnachmittag in Winnendens auftraten.

Nach 2008 war es erneut das musikalische Highlight des Citytreffs in Winnenden, das erste unter Ägide des neuen Oberbürgermeisters Hartmut Holzwarth. Rund 1000 Musikfans waren bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag nach Winnenden gekommen, manche mit Spruchbändern und Plakaten bewaffnet: „Saskia ich liebe Dich“ prangte auf gleich zwei und nicht weniger als drei Fernsehteams zeichneten auf um über einen etwas anderen anspruchsvolleren Musikwettbewerb zu berichten. „Denn“, so Festival-Initiator Hans Derer, „hier muss man nicht nur durch seine stimmlichen Qualitäten überzeugen, hier zählt auch kompositorische Kreativität.“

Rund 30 Bewerbungen waren eingegangen, 16 wurden ausgewählt, um beim Finale auf der Open – Air-Bühne ihre Songs live zu präsentieren. Und es war wirklich beeindruckend, zu erleben, was Sänger, Sängerinnen, Songwriter und Bands rund um Winnenden auf die Beine gestellt haben.15 Lieder wurden live aufgeführt, nur ein Sänger, Michele Cento, konnte krankheitsbedingt nicht im Rahmen des Wettbewerbes auftreten. Über die drei Erstplatzierten war sich die neunköpfige Jury um ihre Vorsitzende Petra Rennings recht bald einig: Andy Laier mit seiner gänsehautmachenden Rockballade über „Schwoiga“ (Schwaikheim), Brozzo , mit dem kernigen Mundart-Punk „Am beschda bleibsch in Leidabach“ und Ton€€man mit seinem nachdenklichen „Only A Dream“, gewidmet der Arbeit des Winnender Aktionsbündnis, erzeugten, so Jury Mitglied Christian Langer, „die größte Verbundenheit und emotionale Wirkung“.

Nach den Auftritten der inzwischen bundesweit bekannten Vorjahressieger 4 MICZ, am Tage zuvor noch zusammen mit Xavier Naidoo bei Energy In the Park, ließen es sich die Schirmherren des Festivals nicht nehmen, die Preise selbst zu übergeben: Winnendens Oberbürger Helmut Holzwarth, Schwaikheims Bürgermeister Gerhard Häußer und Leutenbachs Schultes Jürgen Kiesl kamen auf die Bühne und zeigten sich angetan von der Veranstaltung, und „…der wirklich hohen Qualität der Darbietungen“, so Hartmut Holzwart.

Sieger Andy Laier, übrigens ein gebürtiger Winnender, erhält eine professionelle Studio-Aufnahme und ein Musikvideoclip, produziert vom Partner remstal tv. Zwei Sonderpreise gab´s auch - für zwei gelungene Coverversionen des Welt-Hits „In the Summertime“ lud Mungo Jerry alias Ray Dorset Marcia Melwitz aus Leutenbach und Angie Peters aus Winnenden zu seinem Konzert und „Meet-and – Greet“ am 26. August nach Ludwigsburg ein.

Auch das Programm während der Jurypause konnte sich hören lassen: Die Gewinner des Vorjahres 4 MICZ präsentierten ihren vielumjubelten Song „Ich seh“, Neu-Winnenderin Sibel Arras überzeugte mit viel Stimme und Ausdruck , Michele Cento präsentierte sein Lied „Ti Vorrei“ außerhalb der Wertung mit Vollplayback und das Welzheimer Duo Rap Society , eine Entdeckung von TON€€MAN zeigten, dass auch sie wissen, wo „der Bartel den Reim holt“.

„Eine für Alle“ - Das Album zum Event

Alle Finalsongs, mit Ausnahme des Hardcore-Tracks der Band „Lies Made my Sky“, wurden auch auf CD gebannt, die pünktlich zum Finale aufgelegt wurde. „Eine für Alle“, so der Titel, eine kurzweilige Reise durch die 07195-Region lässt kein musikalisches Genre aus und manchmal auch kein Augen trocken. Doch sie lässt erkennen, welch großes Potential an Sängern, Songwritern und Bands in Garagen und Übungsräumen zwischen Zipfel-und Buchenbach werkelt.

Menschliches und Allzu menschliches sind die überstrahlenden Themen. In Liedern, die von Liebe und Leid, von Lustigem und Lästerlichem handeln. In Songs, die den Alltag nicht nur reflektieren, nein ihn manchmal gerade zu sezieren. In Geschichten, die oft alles andere als perfekt in Reim oder Versmaß daherkommen, dafür aber authentisch wie die Butterbrezel vom Markt. In diesem Sinne erwartet der geneigte Hörer eine eigentlich unmögliche Mischung, vielfältig und schillernd, grellbunt und derb, „seggelig“ und sympathisch. So wie der Menschenschlag halt, der sich zwischen Buchenbach und Zipfelbach niedergelassen hat.

Es ist ein wahrer Hör-Trip durch die Nachbarschaft; eine Tour, die quer durch den musikalischen Gemüsegarten führt und alle Altersbereiche. Und wer sich seinen Sinn für Vielschichtiges bewahrt hat, wird hier wahrlich bestens bedient. Keiner wird wohl alles mögen, was er hört. Doch es ist einfach schön zu erleben, wie verschiedenartig es sich musikalisch reflektieren lässt. Und wer des Schwäbischen mächtig ist, vermag die Menge an Musikmoscht in seinem Meggl besser verarbeiten als der „Reingeschmeckte“. Denn viel „Atmo“ gibt´s, wenig sphärisches, aber viel gut Geerdetes:

Vom hitverdächtigen Win-Win-Schlager der 12jährigen Amelie Meindl bis zum augenzwinkernden Sinatra-Cover des mittlerweile 71 jährigen Ron Melouri, der ebenso in sauschwäbisch über das laue Nachtleben im Sädtle mault, wie der in Winnenden arbeitende Backnanger Rolf Pressburger über seinen zeitungsklauenden Nachbarn. Dabei will er doch bloß „Bebbebelskraut“ kaufen. Jan Eisklar, ein Schwabenrocker, der sowohl in Winnenden als auch im öffentlichen Big Brother-Haus gelebt hat, lässt seine Mopsparade rockend und lästernd durch die Straßen ziehen, während Absolut und Bo-Nuite zusammen mit ihrer stimmgewaltigen Gesangspartnerin a la Cassandra Steen hip hoppend durchs Städtle joggen. Doch dies ist beileibe noch nicht alles, was es zu entdecken gibt, an Knorrigem und Kreativen Made in und um Wenneda herum! Und es gibt auch Lieder mit internationalem Format. Allen voran der Song der erst 17-jährien Saskia Kögel: „Life Is A Moment“ kam zwar Mangels fehlendem Lokalkolorit nicht in die Medaillen-Ränge, dafür hat der Song, produziert von Rodolfo Guzman Tenore, nach einhelliger Jury-Meinung das Zeug zu einem echten Radio-Hit.

Alle für Eine - Die CD:

1. Brozzo – Am Beschda Bleibsch In Leidabach 4:19
2. Ton€€man – Only A Dream 3:36
3. Andy Laier – Schwoiga 3:49
4. Jan Eisklar und die Mopsparade – Wennada 3:12
5. Angie Peters – Meine Stadt 3:48
6. Amelie Meindl – Miteinander 4:02
7. Absolut, Bo-Nuite feat. Marlies – Diamant 4:36
8. Michele Cento – Ti Vorrei 4:13
9. Taken From None – These Things Remain 5:05
10. Rolf Pressburger - Bebbeleskraut 4:58
11. Marius Okai – Unsre Stadt 3:53
12. Denis Martin – Schwaikheim 2:28
13. Ron Melouri – Wennada Bei Nacht 2:56
14. Marica Melwitz - In The Summertime 3:34
15. Saskia Kögel – Life Is A Moment 4:13
16. Lies Made My Sky – City At Spotlight (nicht auf der CD)

CD erhältlich bei den Mitwirkenden & 7us, Marktstraße 12, 71364 Winnenden - office@7us.de

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07195 - Der Songcontest